Am Dienstagabend kam ich völlig erschöpft in Kathmandu an. Während der beiden Flüge (über Doha) konnte ich nicht richtig schlafen, vor lauter Vorfreude auf das, was mich erwartet.
Der Besitzer des Guesthouse, in dem ich vorab ein Zimmer reserviert hatte, empfang mich überaus freundlich. Er erzählte mir, dass diese Pension eine große Familie sei, alle Gäste im Wohnzimmer zusammen sitzen und er stellte mir gefühlte tausend Fragen.
Ich wollte doch aber einfach nur meinen Liebsten Bescheid geben, dass ich gut gelandet bin und schnellstmöglich ins Bett. Der Höflichkeit halber blieb ich noch ein wenig dort sitzen, aber mir fielen doch bald die Augen zu.
Die erste Nacht war nicht unbedingt meine beste. In Kathmandu gibt es unglaublich viele herrenlose Hunde, deswegen sollte man sich vorab auf jeden Fall gegen Tollwut impfen lassen.
Diese Hunde jaulten die ganze Nacht. Dazu kam das ständige Gehupe der Autos und Roller.
Ein weiteres Phänomen ist die nicht vorhandene Straßenverkehrsordnung. Ich dachte immer, dass ich in Paris den verrücktesten Verkehr gesehen hätte, aber das ist wirklich nichts hier gegen. Hupen ist eine Art Warnsignal, um zu sagen "Hey, weg da, sonst karre ich dich um!" Den ganzen Tag hört man also nichts anderes als ständiges Gehupe.
Im Ganzen kann man sagen, dass Kathmandu eine Art Überreizung der wichtigsten Sinnesorgane ist. Vor allem in der Nähe des Durbar Squares, in dem ich gewohnt habe.
- Augen - Es ist Wahnsinn was man alles sieht. Die vielen Hunde, einsame Kühe, Affen, die Armut und die Einfachheit, wie die Menschen dort leben. Trotzdem hat dort jeder zweite oder dritte junge Mensch ein Iphone in der Hand.
- Ohren - Das angesprochene Gehupe, das Gejaule und Gebelle der Hunde, Autos, Motorroller, Gelächter und spielende Kinder. Ab und zu ein Klingeln und Fensterläden, die auf und zu gehen.
- Nase - Das was man hier riecht ist kaum zu beschreiben. Eine Mischung aus nasser Hund, Urin, Abfall (allerdings möchte ich das nicht auf ganz Kathmandu verallgemeinern), sowie Räucherstäbchen und frischen Gewürzen. An jeder Ecke erwartet ein ein anderer Geruch, mag es positiv oder auch nicht so schön sein.
Damit ihr nicht so viel lesen müsst, poste ich nun einfach mal die ersten Eindrücke in Bildern. Viel Spaß!
| Hier saß ich auf einem Dach eines Restaurants und konnte die Berge sehe. Leider war es unmöglich das mit der Kamera einzufangen. |
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