Montag, 23. September 2013

Mehr oder weniger nepalesisch

Dieses Wochenende startete am Freitag eigentlich relativ nepalesisch. Keiner wusste so genau wo es hingehen sollte, erreichbar war man auch nicht und vor lauter Hin und Her verpassten wir das Festival am Durbar Square. Sehr schade, allerdings wird es wohl nicht das letzte Festival in Kathmandu gewesen sein.
Wir entschieden nach Thamel zu fahren und dort ein paar Leute in einem Club zu treffen. Gecoverte Rockmusik gemischt mit einem nepalesischen "was auch immer" bereicherte unseren Abend, bis wir um Punkt Mitternacht wieder einmal rausgeworfen wurden.
Die ursprüngliche Idee war es die Nacht durchzumachen und morgens um 6 Uhr an den Rand von Kathmandu zu fahren, um einen kürzlich kennengelernten Bekannten bei einem Marathon anzufeuern.
Ich hatte es vorher nicht gedacht, aber das Durchmachen war nicht das Problem. Wir landeten in "Hannas Place", in dem wir bis morgens mit Nepalesen, Whisky, Gitarren und vielen Songs verweilten.
Das eigentlich Problem war es von dort wegzukommen und den Marathon zu finden!
Nach etwa einer Stunde "Herumirren" entschieden wir es bleiben zu lassen und schlafen zu gehen.

Nach einem entspannten Koch-Samstag, trafen wir uns zum Brunchen am Sonntagmorgen bei einem Farma-Market. Das war dann alles andere als nepalesisch.
Ehrlich gesagt fühlten wir uns wie im Urlaub in Spanien oder der gleichen - neben uns die Strandpromenade und das rauschende Meer.


Auf dem Markt stellten kleine regionale Händler ihre Ware vor. Da auch Franzosen und Österreicher unter ihnen waren, kam es uns eben nicht wie ein typisch nepalesischer Markt vor. Unterstützt wurde das ganze noch durch Live Gypsy Jazz Musik.


Es war eine wirklich schöne Atmosphäre, aber leider überhaupt nicht nepalesisch oder außergewöhnlich.
Da das Frühstück aber lecker war, werden wir bestimmt bald noch ein mal dorthin gehen. Ich bin sehr gespannt, ob wir dann wieder ein so kleines Ei bekommen, das fast im Eierbecher verschwindet und einen dazu passenden Esslöffel, statt Teelöffel.


Gut gesättigt ging es dann wieder auf nach Thamel in die Shoppingmeile, um eine Bettdecke für mich zu kaufen. Außerdem schauten wir uns nach Schuhen und Klamotten um. Das gestaltete sich allerdings schwieriger als gedacht. Ich habe eine nicht grade gängige Schuhgröße, so dass es eigentlich alle Schuhe in meiner Größe gibt. Julia hat anscheinend eine sehr gängige nepalesische Schuhgröße (ich sag jetzt mal, dass es für europäische Verhältnisse nicht unbedingt die größte Größe ist ;) ) und für sie fanden wir einfach nichts passendes.
Hinzukommen die nepalesischen Verkäufer, die sich regelrecht auf die "Weißen" stürzen. Keinen Moment wurden wir allein gelassen, immer stand jemand neben uns, der uns etwas andrehen wollte.

Nach diesen ganzen Eindrücken folgten wir abends einer Einladung eines deutschen Herren.
Sagen wir es mal so, "dem" deutschen Herren in Kathmandu.
Er lud alle zu einer Liveübertragung der Bundestagswahl in seiner "Residenz" ein. Wirklich darüber nachgedacht hatten wir vorher leider nicht, was uns dort erwarten könnte. Somit spazierten wir mit FlipFlops und Jeans in die Highsociety der in Kathmandu lebenden Deutschen.
Überlebt haben wir es trotzdem und witzig war es irgendwie auch. Ganz im Gegensatz zu den Ergebnissen der Bundestagswahl. Dazu werden ich mich nun allerdings nicht weiter äußern und Jeder kann sich seinen Teil denken...

Schönen Wochenstart euch allen!

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