Donnerstag, 17. Juli 2014

Liebe Grüße!

An meinem Ehrentag erhielt ich wirklich tolle Post von zu Hause! Hier also ein kleines Dankeschön an alle, die an mich gedacht haben!
Besonderen Dank an meine beiden Süßen für das herzerwärmende Video! 
An zwei meiner Mitbewohner für dieses andere verrückte Video, ich musste wirklich lauthals lachen!
Danke auch für all die lieben Nachrichten, vorallem Flöchen, der mir ein wenig Pipi in die Augen trieb! Meiner Püppi, über deren Nachrichten ich mich eh immer sehr sehr freue, meinem liebsten Emailfreund für die liebe Email und über das YO! ;)

Zur Zeit versuche ich wirklich das Internet zu meiden, deshalb nur ein kleines Update: mir geht es gut, Wetter ist toll und ich genieße gerade meine Zeit auf einer Insel in Vietnam.
Lasst es euch gut gehen und seid lieb gegrüßt!


Mittwoch, 9. Juli 2014

Bye Bye Cambodia, hello Vietnam!

Nach einer tollen Reise durch Kambodscha, vielen Erlebnissen im Gepäck und jeder Menge toller Leute, denen ich begegnet bin, hieß es für mich heute morgen Abschied nehmen und in einen Bus nach Vietnam zu steigen.

Kambodscha ist in jedem Falle ein Land, das ich gern noch weiter bereist hätte und das so sagenhaft viele verschiedene Seiten an sich hat.
Kulinarisch war es auch etwas ganz besonderes. Da ich mich eher im Süden am Wasser aufhielt, kann ich nicht sagen, ob das auch für den Norden gilt, aber frischer Fisch ist an jeder Ecke zu finden und anscheinend gibt es den schon am Morgen zusammen mit Reis.
Amok ist das traditionelle Kokos-Curry Gericht mit Fisch der Khmer. Es besteht hauptsächlich aus Kokos und wird wohl auch oft in einer serviert. 
Allerdings war mein Highlight frisch zubereitete Nudeln in Suppe zusammen mit einer Art Maultaschen, die mich doch stark an meine heissgeliebten Momos erinnerten. 
Die Zubereitungstechnik der Nudeln war wahnsinnig interessant. So nahm der Koch einfach nur einen Klumpen Teig und ging mit allen 10 Fingern zwischen diesen. Durch mehrmaliges Langziehen wurden aus dem Klumpen plötzlich gleichmäßig dünne Nudeln. Natürlich sah das kinderleicht aus, war aber sicherlich eine Kunst für sich. 

Diese Frucht habe ich noch nie zuvor in Deutschland gesehen. Von Außen sieht sie aus wie eine Dattel. Im Inneren befindet sich weißes glibberiges Zeug, das sehr süßlich schmeckt und einfach süchtig macht! 

Frische Frühlingsrollen mit einer scharfen Chillisosse, die nicht unterschätzt werden sollte! 

Typische angebratener Reis, allerdings mit Tofu. Zusätzlich wieder Chili-Soja-Soße zum selbst schärfen und einen Ei mitten oben drauf :)

Aus der Region Kep/Kampot stammender frischer grüner Pfeffer mit Shrimps, Gemüse und Reis. Die Soße links ist eine scharfe Pfeffersoße.


Guten Appetit! 



Montag, 7. Juli 2014

Die Geisterstadt

Wir, das waren Evelien, Josh, Max und ich, machten uns am Vormittag auf in einen Nationalpark. Was uns dort erwarten sollten, davon hatten wir nicht im geringsten eine Ahnung. Mal davon abgesehen, dass wir uns vorab eh nicht groß informierten. 
Mit semi-manuellen "Motorrädern" ging es los den Berg hoch. 
Ein wenig regnete es, dieser Nieselregen zeckte allerdings so sehr auf der Haut, dass wir gezwungen waren in der schwülen Hitze die Regenjacken anzuziehen. Doch nur nach ein paar Kilometern waren wir froh über dieses Kleidungsstück. Denn je höher wir kamen, umso kühler wurde es. Nicht nur das, umso weniger sahen wir auch. Ganze Nebelschwaden zogen auf und es war teilweise schwierig überhaupt den Vordermann zu erkennen. 
Vorbei kamen wir an verschiedenen Sehenswürdigkeiten. Außerdem kauften vor ein paar Jahren Chinesen in diesem Park hiesige Grundstücke, um dort Resorts für chinesische Touristen zu erbauen. Die Gebäude wirkten unwirklich und sehr skurril in diesem grünen friedlichen fleck Erde mitten in Kambodscha. 
Doch was uns wirklich beeindruckte waren ein paar leerstehende Häuser. Der Nebel zog sich sogar durch das Innere und keine Menschenseele war dort. Ich habe noch nie etwas gruseligeres am helllichten Tage erlebt, als diese Orte. Eine kalte neblige Brise zog durch die ohne Fenster und Türen gespenstigen Gebäude. Ab und zu klapperte und polterte eine Holzdiele oder eine noch vorhandene Tür. In diesem Moment war ich mehr als froh dort nicht allein zu sein. 
Nach dem merkwürdigem Erlebnis hatten wir zum Schluss allerdings noch einen tollen Blick auf Kampot (der Stadt in der ich mich zur Zeit befinde). 

Mein Guesthouse ist ein kleines Paradies mit kleinen Bambushütten direkt am Wasser. Nach drei Tagen Aufenthalt hier muss ich mich allerdings langsam auf den Weg nach Vietnam machen, denn bis Sonntag bleibt nicht mehr ganz so viel Zeit.

Heute wird aber ersteinmal gespannt das Deitschland-Brasilien- Spiel verfolgt! Viel Spaß euch dabei!


Samstag, 5. Juli 2014

WM schauen mal anders

Eigentlich bin ich ja kein Fußballfan und finde diesen plötzlich aufkommenden Hype alle zwei Jahre eher lächerlich. Bis meine liebe WG auf die großartige Idee kam ein Wette abzuschließen, wer am besten tippen könne. Da ich ein kleiner Mitläufer bin und das ganze um ein Kasten Bier geht, beschloss ich kurzer Hand mitzumachen. Dadurch ist man mehr oder weniger gezwungen die Spiele zu verfolgen und im Ausland ein deutsches Spiel zu sehen, ist doch eigentlich etwas nettes...
So machte ich mich also gestern auf die Socken, um eine geeignete Location zu finden, in dem das Viertelfinale gegen die Franzosen übertragen wurde.
Wieder fand ich mich in einem irischen Pub, indem eigentlich nur Engländer, Amerikaner und Australier saßen. Dazu noch alle Expats, also Menschen die ihren Lebensmittelpunkt nach Phnom Penh verlagert haben. Diese englischen Muttersprachler waren aber kurioser Weise alle für Frankreich. 
Nach dem Spiel gab es sogar Bier frei Haus, obwohl die falsche Mannschaft gewann und die Bar sich mittlerweile mit bis zu 30 Expats gefüllt hatte. Spaß hatte ich in jedem Falle und nach dem erfolgreichen Spiel ging ich zufrieden und vollgefüllt mit kambodschanischen Bier ins Bett. 

Heute lieh ich mir ein Motorrad, um die Stadt in aller Ruhe und ohne ständigem Handel mit Tuktukfahrern zu entdecken. 
An einem großen Markt in einer Querstraße parkte ich schließlich, um dann für ca. 45 Minuten mein abgestelltes Bike zu suchen... Denn alle Straßen waren sternförmig um diesen Markt gebaut und sahen für mich natürlich gleich aus. Aber zum Glück ging alles gut und ich kann sagen, dass ich wirklich gern länger in Phnom Penh bleiben würde. Sie ähnelt so sehr Kathmandu, oder erinnert mich zumindest daran, ist aber doch ganz anders. 
Auf jeden Fall fühle ich mich wohl, und ich mag dieses gegensätzliche, das man an jeder Ecke erkennen kann. 
Trotzdem werde ich meine Reise vortsetzen, mit dem Ziel, irgendwann noch einmal hier her zurückzukehren!

Freitag, 4. Juli 2014

Phnom Penh

Nachdem ich in dem schönen und idyllischen Ort Kho Kong zwei Nächte verweilte und tolle Eindrücke sammelte, beschloss ich heute die Hauptstadt Kambodschas unsicher zu machen. 
Morgens ging es also mit dem Bus auf eine etwa 6 stündige Fahrt durch die Weiten des Landes. 
Kambodscha hat etwas ganz besonders schönes. Es ist flach und trotzdem mag ich es! An jeder Ecke entdecke ich neue Bäume und Pflanzen, die ich noch nie zuvor gesehen habe. Das macht das ganze Bild der Landschaft so extrem anders. Zwischendurch stößt man auf Flüsse, an deren Ufern kleine Häuser mit Wellblechdächern stehen, auf dem Wasser halbzusammenfallende Fischerboote aus Holz. 
Im Bus fror ich regelrecht. Haben Khmer doch die selbe unmögliche Angewohnheit überall die Klimaanlage auf den gefühlten Nullpunkt zu stellen, so wie ich es in Thailand und Malaysia bereits erleben durfte. Nun ist es aber nicht so, dass die Khmer nicht selbst frieren würden. Teilweise sitzen sie mit Schals und Decken da und wenn nicht, sieht man sie unentwegt frösteln.
Also immer schön an eine Jacke oder eine Decke denken...
Halb durchgefroren kam ich dann in Phnom Penh an, das allerdings noch schwüler und drückender wirkte, als die teilweise im Dschungel liegende Küstenstadt Kho Kong.
Eine Herde Tuktuk Fahrer stürzte auf mich ein, ich hatte kaum Zeit mich zu orientieren, schon hatte ich Citymaps, Hotelbilder und Ausflugsziele vor meiner Nase. Das ist wohl Asien... 
Nachdem ich über einen riesigen Markt am Busbahnhof geschlendert war, auf dem man anscheinend alles erwerben kann, was man sich nur vorstellen kann (oder auch nicht vorstellen kann), machte ich mich auf die Suche nach einem Hostel. 
Dort angekommen huschte ich schnell mit leeren Magen unter die Dusche, um dann weitere Delikattessen Kambodschas auszuprobieren. Dazu kam es aber leider nicht, denn ein Monsunregen mit heftigen Gewitter machte mir einen Strich durch die Rechnung. Da dieser immer noch anhält, musste ich die Erkundung der Stadt leider auf morgen verschieben. Was ich bisher allerdings erhaschen konnte, sagt mir mehr als zu. Es ist wohl eine Stadt nach meinem Geschmack, aber dazu später mehr! 

Mittwoch, 2. Juli 2014

Mein erster Tag in Kambodscha

Ganz ohne Plan loszureisen beansprucht zwar zu Beginn keine Vorbereitungen, jedoch raubt es einem extrem viel Zeit wärend der Reise! 
Wer etwa irgendwo ins nichts möchte, sowie ich in einen Regenwald, sollte sich vielleicht doch vorab erkundigen wie und wann er dort ankommt.
Ich habe nun fast drei Tage gebraucht, um von Deutschland aus nach Kambodscha zu gelangen, ohne direkt dort hinzufliegen. Viel Wartezeit, die ich mit der WM überbrückte und extrem dicke Füße waren Resultat des ganzen. 
Nun bin ich aber an dem Ort, zu dem ich schon so lang reisen wollte und fühle mich mal wieder pudelwohl. Die Luft ist zwar schwül, es regnet nicht, aber es liegt Regen in der Luft. Außerdem kann man auf den Straßen schon die Spuren des bereits dagewesenen Monsuns erkennen. Vieles ist überschwemmt und die Wasserstände sind sehr hoch. 
Es blüht aber alles und es ist so schön grün! 
Ich bin sehr gespannt was mich die nächsten Tage in Kambodscha erwartet, bis ich mich auf den Weg nach Vietnam mache. 
Gerade bin ich noch motiviert zu posten, allerdings glaube ich nicht, dass dies in der kurzen Zeit von langer Dauer ist. 
Seid lieb gegrüßt aus Koh Kong!


Dienstag, 10. Juni 2014

Wieder zu Hause (- zu Hause)!

Ich verließ nach sieben Monaten ein kleines Stück Heimat und landete schließlich am Tegler Flughafen. Schon die Stewards der berliner Fluggesellschaft, überzeugten mit ihrer gewohnten berliner Freundlichkeit. Eigentlich eine Eigenschaft, die ich immer irgendwie sehr wertschätzte und als sympathisch empfand. Allerdings war das eher unpassend, nach einem Land der Gastfreundschaft und der ernst gemeinten Herzlichkeit, die einem täglich im fremden Land entgegen gebracht wurde.
Alle Passagiere um mich herum lächelten und waren anscheinend froh wieder auf gewohntem Boden zu sein. Ich für meinen Teil sah das Flachland, die grauen teilweise verregneten Wolken und hatte ein flaues Gefühl im Magen. Es war sieben Uhr in der Früh und alle drängelten sich schon bevor das Anschnallzeichen ausgeblendet wurde in den Gang und wühlten nach ihren Sachen. Ich blieb noch eine ganze Weile sitzen und begutachtete die typisch Deutschen, die es anscheinend sehr eilig hatten nach ihrem Urlaub braun gebrannt so schnell wie möglich aus diesem Flugzeug zu kommen, um sich wieder in den gewohnten Alltag zu stürzen.
Diese standen 5 Minuten später auch schon in der Passport-Kontrollstelle vor mir. Um mich herum hörte ich dann doch nichts anderes, als Gestöhne und Gemeckere, warum das denn alles so lange dauern würde und was denn eigentlich los sei.
Nach ca. 10 Minuten erreichten wir aber auch schon die Gepäckstation und ich konnte in Ruhe auf die Suche nach meinem Rucksack gehen, um dann nach einer gefühlten Ewigkeit meinem Vater in die Arme zu fallen.

In den ersten Wochen war das Eingewöhnen an der Tagesordnung. Überrascht nahm ich zur Kenntnis, dass in der Zeit meiner Abwesenheit sich eigentlich nichts verändert hatte, ich mich dafür aber sehr.
Ich glaube das war eines der Dinge, mit dem ich am meisten zu kämpfen hatte. Redebedarf war da und die Verarbeitung all der Erlebnisse und Eindrücke. Allerdings ging das meiner Umwelt anders. Durch meinen Blog war nicht wirklich das Interesse da, was durchaus verständlich ist, mir das Einleben aber nicht unbedingt erleichterte.

Die Konsequenz all dieser Umstände war das Flüchten. Die ersten Wochen war ich ständig wo anders, ich wollte mit diesem Alltag und der gewohnten Umgebung zu diesem Zeitpunkt einfach nicht leben.
Es ging sogar so weit, dass ich mir einen Job suchte bei dem ich sehr viel arbeiten kann, um dann einen erneuten Flug zurück nach Asien zu buchen.
Ende Juni geht es also wieder zurück - für ganze 5 Wochen! Ich bin mir nicht sicher, ob das die Situation in der ich mich zur Zeit befinde verbessern wird, aber ich freue mich einfach riesig auf die Zeit und kann es kaum erwarten.

Ich glaube das schlimmste ist diese Unzufriedenheit, die mir jeden Tag förmlich entgegen springt und die sich auch wieder teilweise auf mich übertragen hat, obwohl ich eigentlich ein sehr positiver und freundlicher Mensch bin.
Diesem Land geht es so gut und die Menschen können froh sein, in solch einem System zu leben. All die Kleinigkeiten, die solche Länder wie Nepal nicht haben, wie fliessend sauberes Wasser, kaum Luftverschmutzung, „kostenlose“ Gesundheitsversorgung,… die Liste liesse sich endlos weiter führen, wir bemerken sie nicht. Uns ist nicht bewusst, wie gut es uns geht. Trotz allem schimpfen und meckern alle und das ist so traurig.
Ich vermisse einfach diese ausgelassenen und fröhlichen Menschen, die einem mit ihrer tollen Art anstecken und nicht alles so schwer nehmen.

Es geht also weiter mit Reiseberichten! In Planung sind Kambodscha, Vietnam und Laos.

Während meiner Reise werde ich meinen Laptop nicht dabei haben und das Internet eher meiden, aber sobald ich Anfang August wieder zurück bin, habe ich bestimmt tolle Fotos und Geschichten im Gepäck.

Zum Abschluss kann ich nun sagen, dass ich leider dem Reisen und dem Flüchten aus Deutschland verfallen bin.
Dies heisst allerdings, dass es diesen Blog wohl noch eine Weile geben wird und ich hoffentlich noch einige Plätze sehen werde und mit euch teilen kann! =)

Donnerstag, 3. April 2014

Auf Wiedersehen Nepal!

In ein paar Stunden geht mein Flug zurück nach Deutschland.
Schweren Herzens habe ich all meine Sachen zusammengepackt, die eher aus Mitbringseln und Erinnerungen bestehen, als aus nützlichen Dingen.
Nach sieben Monaten werde ich morgen all meine Lieben wieder sehen, aber auch ein Stück Heimat hinter mir lassen. Die Zeit hier habe ich sehr genossen und mich unendlich in dieses Land verliebt. Ich kann nur jedem raten das einmal miterlebt zu haben. Allerdings braucht man Zeit dafür. 
Am Anfang war es wirklich nicht einfach und ich fragte mich ernsthaft, worauf ich mich nur eingelassen hatte. Aber schon nach zwei Tagen fühlte ich mich mehr als wohl. Jeden Morgen aufzuwachen und (bei guten Wetterverhältnissen) auf das Himalaya-Gebirge schauen zu können ist ein Traum! All die Menschen, denen ich begegnet bin waren so freundlich und haben meinen Aufenthalt bereichert.
Mit viel Ruhe und Kraft kehre ich zurück. Ich hoffe sehr, dass ich lang im hektischen und stressigen Deutschland von dieser Energie zehren kann.
Allerdings gibt es natürlich ein paar Dinge auf die ich mich sehr freue. Das erste, das ich wohl tun werde, ist aus dem Wasserhahn zu trinken. Auf einen großen leckeren Gemüsedöner freue ich mich auch und von meiner Club Mate habe ich bereits nachts geträumt.
Viel mehr brauche ich dann aber doch nicht, um mich wohl zu fühlen und genau das habe ich in den letzten Monaten gelernt. Auch wenn Nepal ein Entwicklungsland ist und die Menschen nicht mit all dem Luxus leben, den wir gewohnt sind, sie sind glücklicher und zufriedener - und das steckt an! Sie sind viel umgänglicher miteinander und ich kann sagen, dass ich in all meiner Zeit in Nepal vielleicht drei Mal einen genervten Nepalesen gesehen habe.
Sie haben nichts zu tun, sind arbeitslos und haben wenig Geld, geniessen aber ihr Leben und beschweren sich nicht. Da könnte sich manch einer eine Scheibe abschneiden...

Nepal, dies war definitiv nicht mein letzter Besuch - ich komme wieder, das verspreche ich!
Du bist wunderschön, freundlich und ansteckend beruhigend. Ich werde Dich sehr vermissen!


Da ich noch ein paar Dinge in meinen letzten Wochen erlebt habe und ich diese nicht vergessen mag, gibt es wieder eine kleine Bilderzusammenfassung.

Vorbereitungen für das Holi-Festival in Kathmandu.

Ergebnis des Holi-Festivals!


Rafting-Wochenende im Trisuli.





Mit anschließenden Klippensprung. (Ich stehe da übrigens nicht auf dem Felsen, sondern schwebe in der Luft!)


Motoradtour nach Pokhara...
















Besuch in der Königsstadt Nepals - Gorkha...
Sonnenuntergang in Pokhara, Nummer 521 - aber immer wieder sehenswert und immer wieder anders!

Drei Triathleten beim schwimmen, mountainbiken und laufen zugejubelt!
Und zum Schluss habe ich mir gedacht, wie wäre es denn mit einem kaputten Knöchel zurück nach Deutschland zu kehren - so als Erinnerung.

Zum Glück hatte ich tolle Erste-Hilfe-Helfer um mich rum, die mich ganz professionell mit Baumrinden verarzteten. 
Und der gute Martin brachte mich sicher wieder zurück zum Boden der Tatsachen. Abseilen mal anders!
Da staunte sogar die Nepalesin =)


Machs gut... =(


Mittwoch, 2. April 2014

Kuala Lumpur

Meine Rückreise nach Kuala Lumpur begann mit einem kleinen Abenteuer.
Mit einem kleinen Van ging es an die Grenze Thailands. Eingequetscht und schwitzend saßen wir in diesem viel zu kleinen Fortbewegungsmittel. Der zweite Van war zum Glück ein wenig komfortabler, allerdings von der Klimaanlage schon wieder so runtergekühlt, dass ich meine Fleecejacke tragen musste, während draussen mehr als 40°C waren. Ich vermisste schon ein wenig den komfortablen Bus, der mich anfangs nach Thailand brachte.
Nicht desto trotz, irgendwie landete ich im vermeintlichen Kuala Lumpur, zumindest dachte ich das. Meine nette Begleitung, eine junge Mexikanerin, und ich stiegen also nach über 12 Stunden Fahrtzeit aus dem Bus und steuerten auf das nächst beste Taxi zu. Ziel war ein Hostel im Stadtinnern. Sie hielt dem Taxifahrer die Adresse unter die Nase und nach kurzem Handeln befanden wir uns auf dem Weg - auch das dachten wir zumindest...
Nach der dritten Frage, wie denn nun noch einmal die Adresse laute, wurde ich immer skeptischer und fragte den Taxifahrer, ob er denn nun wirklich wüsste, wo er hin fährt. Darauf erklärte er mir halb auf malaysisch und halb auf gebrochenen englisch in einer unangebrachten Lautstärke, dass wir doch den Weg wissen müssten und ihm bitte zeigen müssten wo wir hin wollen.
Das war zu viel des Guten. Ich war hunde müde und wollte einfach nur ankommen, also stoppte ich den nichtswissenden Taxifahrer genervt und wir stiegen aus.
Auf der Straße fragten wir Passanten nach dem Weg, da weit und breit kein Taxi zu finden war.
Die Antwort war nun wirklich nichts, was wir erwartet hatten: "Girls, you are 300 km away from Kuala Lumpur! Thats not Kuala Lumpur, you are in Ipoh!"

Also hieß es für uns zurück zum Busbahnhof und weitere drei Stunden Fahrt im malaysischen Bus... Wir konnten uns wirklich etwas besseres vorstellen... In kurzen Shorts und T-Shirts saßen wir also im kältesten Bus aller Zeiten und froren wie wahnsinnig. Drei Stunden können wirklich verdammt lang sein. Aber irgendwie schafften wir es schließlich um ca. 1 Uhr nachts doch im richtigen Kuala Lumpur anzukommen und ließen uns nur noch ins Bett fallen.


Ich hatte so viel Zeit in Thailand verbracht, dass ich leider nur noch einen Tag in Kuala Lumpur hatte.
Viel zu wenig Zeit für diese aufregende Stadt!
Ein Weltmetropole begegnete mir dort mitten in Südostasien. Zwar sah man an einigen Ecken das Schwellenland durchblitzen, aber die riesen Wolkenkratzer und die vielen gut angezogenen Geschäftsleute, die einen in Massen entgegenströmten, passten nicht zu meinem Bild, das ich mir vorab zurecht gesponnen hatte.

Bei strahlenden Sonnenschein startete ich also in den Tag und wurde von diesem Ausblick überwältigt, als ich aus meinem Hostel trat. Abends im Dunkeln, nach der anstrengenden und komplizierten Busfahrt, hatte ich dies noch gar nicht wahrgenommen.
Umso mehr überraschte es mich!







Shoppingcenter ohne Ende waren in der Stadt zu finden. Von Hugo Boss bis Louis Vuitton waren alle Marken vertreten. Den Menschen auf der Straßen sah man dies allerdings auch an. Sie waren sehr westlich gekleidet und vor allem teuer. So etwas hatte ich zum ersten Mal seit 6 Monaten in Asien gesehen.






Auch ein Chinatown gab es in der Stadt und dieses war nicht grade klein. Auf dem grossen Markt konnte man alles kaufen, was das Sammlerherz der gefälschten Markenprodukte begehrt.
Außerdem gab es tolle chinesische Restaurants. Über 20% der Malaysischen Bevölkerung sind Chinesen, es war also nicht verwunderlich solch eine Ecke in Kuala Lumpur zu finden.

Nicht weit entfernt gab es außerdem ein "Indiatown". Viele Inder leben dort, sie machen immer hin ca. 7% der Gesamtbevölkerung aus.
Kulinarisch konnte man es sich dort wieder einmal gut gehen lassen!
Indien hat einfach eine unfassbar leckere Küche!
























In einer Shoppingmall fand ich dieses lustige Spektakel.
Sogenannte "Putzerfische" knabbern hier an den Füßen und leisten eine tolle Pediküre-Arbeit. Unfassbar lustig sah das aus und es hatte den Anschein, als würden die Malaien in der Mittagspausen dies zu einem der täglichen Rituale zählen.


Dann ging es schließlich noch zu der Sehenswürdigkeit Kuala Lumpurs.
Den Petronas Towers.
Diese Monsterteile zählten einst zu dem höchsten Gebäude der Welt. Nur war dies immer wieder umstritten und der Mensch hat mittlerweile höhere  Wolkenkratzer erbaut.

Wahnsinn war es trotzdem vor diesen riesigen Türmen zu stehen. Es erschlug einen fast von unten nach oben zu schauen.




Schliesslich rundete diese Skyline das Bild Kuala Lumpurs vor den Petronas Towers ab. Leider hatte es sich bis dahin ein wenig zu gezogen und ein monsunartiger Schauer, der aber nur 10 Minuten anhielt, überraschte die Stadt.




Am Ende meiner Tagestour gönnte ich mir einen schönen Kokosnussdrink, frisch aus einer Kokosnuss.

Wie ich schon erwähnte, war die Zeit in Kuala Lumpur einfach viel zu kurz. Auch hätte ich gern mehr von Malaysia gesehen, denn ich gehe davon aus, dass außerhalb der Hautstadt Malaysia doch ganz anders ist und man mehr erkennt, dass man sich in einem Schwellenland befindet.
Gern würde ich irgendwann mit mehr Zeit im Gepäck wieder hier her zurückkehren.
Die Menschen sind wahnsinnig freundlich, abgesehen von den Taxifahrern ;-)
In der Stadt können alle sehr gutes Englisch sprechen und kulinarisch gibt es auch vieles leckeres zu entdecken.
Also Malaysia, wir sehen uns sicherlich wieder, irgendwann!