Donnerstag, 17. Juli 2014

Liebe Grüße!

An meinem Ehrentag erhielt ich wirklich tolle Post von zu Hause! Hier also ein kleines Dankeschön an alle, die an mich gedacht haben!
Besonderen Dank an meine beiden Süßen für das herzerwärmende Video! 
An zwei meiner Mitbewohner für dieses andere verrückte Video, ich musste wirklich lauthals lachen!
Danke auch für all die lieben Nachrichten, vorallem Flöchen, der mir ein wenig Pipi in die Augen trieb! Meiner Püppi, über deren Nachrichten ich mich eh immer sehr sehr freue, meinem liebsten Emailfreund für die liebe Email und über das YO! ;)

Zur Zeit versuche ich wirklich das Internet zu meiden, deshalb nur ein kleines Update: mir geht es gut, Wetter ist toll und ich genieße gerade meine Zeit auf einer Insel in Vietnam.
Lasst es euch gut gehen und seid lieb gegrüßt!


Mittwoch, 9. Juli 2014

Bye Bye Cambodia, hello Vietnam!

Nach einer tollen Reise durch Kambodscha, vielen Erlebnissen im Gepäck und jeder Menge toller Leute, denen ich begegnet bin, hieß es für mich heute morgen Abschied nehmen und in einen Bus nach Vietnam zu steigen.

Kambodscha ist in jedem Falle ein Land, das ich gern noch weiter bereist hätte und das so sagenhaft viele verschiedene Seiten an sich hat.
Kulinarisch war es auch etwas ganz besonderes. Da ich mich eher im Süden am Wasser aufhielt, kann ich nicht sagen, ob das auch für den Norden gilt, aber frischer Fisch ist an jeder Ecke zu finden und anscheinend gibt es den schon am Morgen zusammen mit Reis.
Amok ist das traditionelle Kokos-Curry Gericht mit Fisch der Khmer. Es besteht hauptsächlich aus Kokos und wird wohl auch oft in einer serviert. 
Allerdings war mein Highlight frisch zubereitete Nudeln in Suppe zusammen mit einer Art Maultaschen, die mich doch stark an meine heissgeliebten Momos erinnerten. 
Die Zubereitungstechnik der Nudeln war wahnsinnig interessant. So nahm der Koch einfach nur einen Klumpen Teig und ging mit allen 10 Fingern zwischen diesen. Durch mehrmaliges Langziehen wurden aus dem Klumpen plötzlich gleichmäßig dünne Nudeln. Natürlich sah das kinderleicht aus, war aber sicherlich eine Kunst für sich. 

Diese Frucht habe ich noch nie zuvor in Deutschland gesehen. Von Außen sieht sie aus wie eine Dattel. Im Inneren befindet sich weißes glibberiges Zeug, das sehr süßlich schmeckt und einfach süchtig macht! 

Frische Frühlingsrollen mit einer scharfen Chillisosse, die nicht unterschätzt werden sollte! 

Typische angebratener Reis, allerdings mit Tofu. Zusätzlich wieder Chili-Soja-Soße zum selbst schärfen und einen Ei mitten oben drauf :)

Aus der Region Kep/Kampot stammender frischer grüner Pfeffer mit Shrimps, Gemüse und Reis. Die Soße links ist eine scharfe Pfeffersoße.


Guten Appetit! 



Montag, 7. Juli 2014

Die Geisterstadt

Wir, das waren Evelien, Josh, Max und ich, machten uns am Vormittag auf in einen Nationalpark. Was uns dort erwarten sollten, davon hatten wir nicht im geringsten eine Ahnung. Mal davon abgesehen, dass wir uns vorab eh nicht groß informierten. 
Mit semi-manuellen "Motorrädern" ging es los den Berg hoch. 
Ein wenig regnete es, dieser Nieselregen zeckte allerdings so sehr auf der Haut, dass wir gezwungen waren in der schwülen Hitze die Regenjacken anzuziehen. Doch nur nach ein paar Kilometern waren wir froh über dieses Kleidungsstück. Denn je höher wir kamen, umso kühler wurde es. Nicht nur das, umso weniger sahen wir auch. Ganze Nebelschwaden zogen auf und es war teilweise schwierig überhaupt den Vordermann zu erkennen. 
Vorbei kamen wir an verschiedenen Sehenswürdigkeiten. Außerdem kauften vor ein paar Jahren Chinesen in diesem Park hiesige Grundstücke, um dort Resorts für chinesische Touristen zu erbauen. Die Gebäude wirkten unwirklich und sehr skurril in diesem grünen friedlichen fleck Erde mitten in Kambodscha. 
Doch was uns wirklich beeindruckte waren ein paar leerstehende Häuser. Der Nebel zog sich sogar durch das Innere und keine Menschenseele war dort. Ich habe noch nie etwas gruseligeres am helllichten Tage erlebt, als diese Orte. Eine kalte neblige Brise zog durch die ohne Fenster und Türen gespenstigen Gebäude. Ab und zu klapperte und polterte eine Holzdiele oder eine noch vorhandene Tür. In diesem Moment war ich mehr als froh dort nicht allein zu sein. 
Nach dem merkwürdigem Erlebnis hatten wir zum Schluss allerdings noch einen tollen Blick auf Kampot (der Stadt in der ich mich zur Zeit befinde). 

Mein Guesthouse ist ein kleines Paradies mit kleinen Bambushütten direkt am Wasser. Nach drei Tagen Aufenthalt hier muss ich mich allerdings langsam auf den Weg nach Vietnam machen, denn bis Sonntag bleibt nicht mehr ganz so viel Zeit.

Heute wird aber ersteinmal gespannt das Deitschland-Brasilien- Spiel verfolgt! Viel Spaß euch dabei!


Samstag, 5. Juli 2014

WM schauen mal anders

Eigentlich bin ich ja kein Fußballfan und finde diesen plötzlich aufkommenden Hype alle zwei Jahre eher lächerlich. Bis meine liebe WG auf die großartige Idee kam ein Wette abzuschließen, wer am besten tippen könne. Da ich ein kleiner Mitläufer bin und das ganze um ein Kasten Bier geht, beschloss ich kurzer Hand mitzumachen. Dadurch ist man mehr oder weniger gezwungen die Spiele zu verfolgen und im Ausland ein deutsches Spiel zu sehen, ist doch eigentlich etwas nettes...
So machte ich mich also gestern auf die Socken, um eine geeignete Location zu finden, in dem das Viertelfinale gegen die Franzosen übertragen wurde.
Wieder fand ich mich in einem irischen Pub, indem eigentlich nur Engländer, Amerikaner und Australier saßen. Dazu noch alle Expats, also Menschen die ihren Lebensmittelpunkt nach Phnom Penh verlagert haben. Diese englischen Muttersprachler waren aber kurioser Weise alle für Frankreich. 
Nach dem Spiel gab es sogar Bier frei Haus, obwohl die falsche Mannschaft gewann und die Bar sich mittlerweile mit bis zu 30 Expats gefüllt hatte. Spaß hatte ich in jedem Falle und nach dem erfolgreichen Spiel ging ich zufrieden und vollgefüllt mit kambodschanischen Bier ins Bett. 

Heute lieh ich mir ein Motorrad, um die Stadt in aller Ruhe und ohne ständigem Handel mit Tuktukfahrern zu entdecken. 
An einem großen Markt in einer Querstraße parkte ich schließlich, um dann für ca. 45 Minuten mein abgestelltes Bike zu suchen... Denn alle Straßen waren sternförmig um diesen Markt gebaut und sahen für mich natürlich gleich aus. Aber zum Glück ging alles gut und ich kann sagen, dass ich wirklich gern länger in Phnom Penh bleiben würde. Sie ähnelt so sehr Kathmandu, oder erinnert mich zumindest daran, ist aber doch ganz anders. 
Auf jeden Fall fühle ich mich wohl, und ich mag dieses gegensätzliche, das man an jeder Ecke erkennen kann. 
Trotzdem werde ich meine Reise vortsetzen, mit dem Ziel, irgendwann noch einmal hier her zurückzukehren!

Freitag, 4. Juli 2014

Phnom Penh

Nachdem ich in dem schönen und idyllischen Ort Kho Kong zwei Nächte verweilte und tolle Eindrücke sammelte, beschloss ich heute die Hauptstadt Kambodschas unsicher zu machen. 
Morgens ging es also mit dem Bus auf eine etwa 6 stündige Fahrt durch die Weiten des Landes. 
Kambodscha hat etwas ganz besonders schönes. Es ist flach und trotzdem mag ich es! An jeder Ecke entdecke ich neue Bäume und Pflanzen, die ich noch nie zuvor gesehen habe. Das macht das ganze Bild der Landschaft so extrem anders. Zwischendurch stößt man auf Flüsse, an deren Ufern kleine Häuser mit Wellblechdächern stehen, auf dem Wasser halbzusammenfallende Fischerboote aus Holz. 
Im Bus fror ich regelrecht. Haben Khmer doch die selbe unmögliche Angewohnheit überall die Klimaanlage auf den gefühlten Nullpunkt zu stellen, so wie ich es in Thailand und Malaysia bereits erleben durfte. Nun ist es aber nicht so, dass die Khmer nicht selbst frieren würden. Teilweise sitzen sie mit Schals und Decken da und wenn nicht, sieht man sie unentwegt frösteln.
Also immer schön an eine Jacke oder eine Decke denken...
Halb durchgefroren kam ich dann in Phnom Penh an, das allerdings noch schwüler und drückender wirkte, als die teilweise im Dschungel liegende Küstenstadt Kho Kong.
Eine Herde Tuktuk Fahrer stürzte auf mich ein, ich hatte kaum Zeit mich zu orientieren, schon hatte ich Citymaps, Hotelbilder und Ausflugsziele vor meiner Nase. Das ist wohl Asien... 
Nachdem ich über einen riesigen Markt am Busbahnhof geschlendert war, auf dem man anscheinend alles erwerben kann, was man sich nur vorstellen kann (oder auch nicht vorstellen kann), machte ich mich auf die Suche nach einem Hostel. 
Dort angekommen huschte ich schnell mit leeren Magen unter die Dusche, um dann weitere Delikattessen Kambodschas auszuprobieren. Dazu kam es aber leider nicht, denn ein Monsunregen mit heftigen Gewitter machte mir einen Strich durch die Rechnung. Da dieser immer noch anhält, musste ich die Erkundung der Stadt leider auf morgen verschieben. Was ich bisher allerdings erhaschen konnte, sagt mir mehr als zu. Es ist wohl eine Stadt nach meinem Geschmack, aber dazu später mehr! 

Mittwoch, 2. Juli 2014

Mein erster Tag in Kambodscha

Ganz ohne Plan loszureisen beansprucht zwar zu Beginn keine Vorbereitungen, jedoch raubt es einem extrem viel Zeit wärend der Reise! 
Wer etwa irgendwo ins nichts möchte, sowie ich in einen Regenwald, sollte sich vielleicht doch vorab erkundigen wie und wann er dort ankommt.
Ich habe nun fast drei Tage gebraucht, um von Deutschland aus nach Kambodscha zu gelangen, ohne direkt dort hinzufliegen. Viel Wartezeit, die ich mit der WM überbrückte und extrem dicke Füße waren Resultat des ganzen. 
Nun bin ich aber an dem Ort, zu dem ich schon so lang reisen wollte und fühle mich mal wieder pudelwohl. Die Luft ist zwar schwül, es regnet nicht, aber es liegt Regen in der Luft. Außerdem kann man auf den Straßen schon die Spuren des bereits dagewesenen Monsuns erkennen. Vieles ist überschwemmt und die Wasserstände sind sehr hoch. 
Es blüht aber alles und es ist so schön grün! 
Ich bin sehr gespannt was mich die nächsten Tage in Kambodscha erwartet, bis ich mich auf den Weg nach Vietnam mache. 
Gerade bin ich noch motiviert zu posten, allerdings glaube ich nicht, dass dies in der kurzen Zeit von langer Dauer ist. 
Seid lieb gegrüßt aus Koh Kong!


Dienstag, 10. Juni 2014

Wieder zu Hause (- zu Hause)!

Ich verließ nach sieben Monaten ein kleines Stück Heimat und landete schließlich am Tegler Flughafen. Schon die Stewards der berliner Fluggesellschaft, überzeugten mit ihrer gewohnten berliner Freundlichkeit. Eigentlich eine Eigenschaft, die ich immer irgendwie sehr wertschätzte und als sympathisch empfand. Allerdings war das eher unpassend, nach einem Land der Gastfreundschaft und der ernst gemeinten Herzlichkeit, die einem täglich im fremden Land entgegen gebracht wurde.
Alle Passagiere um mich herum lächelten und waren anscheinend froh wieder auf gewohntem Boden zu sein. Ich für meinen Teil sah das Flachland, die grauen teilweise verregneten Wolken und hatte ein flaues Gefühl im Magen. Es war sieben Uhr in der Früh und alle drängelten sich schon bevor das Anschnallzeichen ausgeblendet wurde in den Gang und wühlten nach ihren Sachen. Ich blieb noch eine ganze Weile sitzen und begutachtete die typisch Deutschen, die es anscheinend sehr eilig hatten nach ihrem Urlaub braun gebrannt so schnell wie möglich aus diesem Flugzeug zu kommen, um sich wieder in den gewohnten Alltag zu stürzen.
Diese standen 5 Minuten später auch schon in der Passport-Kontrollstelle vor mir. Um mich herum hörte ich dann doch nichts anderes, als Gestöhne und Gemeckere, warum das denn alles so lange dauern würde und was denn eigentlich los sei.
Nach ca. 10 Minuten erreichten wir aber auch schon die Gepäckstation und ich konnte in Ruhe auf die Suche nach meinem Rucksack gehen, um dann nach einer gefühlten Ewigkeit meinem Vater in die Arme zu fallen.

In den ersten Wochen war das Eingewöhnen an der Tagesordnung. Überrascht nahm ich zur Kenntnis, dass in der Zeit meiner Abwesenheit sich eigentlich nichts verändert hatte, ich mich dafür aber sehr.
Ich glaube das war eines der Dinge, mit dem ich am meisten zu kämpfen hatte. Redebedarf war da und die Verarbeitung all der Erlebnisse und Eindrücke. Allerdings ging das meiner Umwelt anders. Durch meinen Blog war nicht wirklich das Interesse da, was durchaus verständlich ist, mir das Einleben aber nicht unbedingt erleichterte.

Die Konsequenz all dieser Umstände war das Flüchten. Die ersten Wochen war ich ständig wo anders, ich wollte mit diesem Alltag und der gewohnten Umgebung zu diesem Zeitpunkt einfach nicht leben.
Es ging sogar so weit, dass ich mir einen Job suchte bei dem ich sehr viel arbeiten kann, um dann einen erneuten Flug zurück nach Asien zu buchen.
Ende Juni geht es also wieder zurück - für ganze 5 Wochen! Ich bin mir nicht sicher, ob das die Situation in der ich mich zur Zeit befinde verbessern wird, aber ich freue mich einfach riesig auf die Zeit und kann es kaum erwarten.

Ich glaube das schlimmste ist diese Unzufriedenheit, die mir jeden Tag förmlich entgegen springt und die sich auch wieder teilweise auf mich übertragen hat, obwohl ich eigentlich ein sehr positiver und freundlicher Mensch bin.
Diesem Land geht es so gut und die Menschen können froh sein, in solch einem System zu leben. All die Kleinigkeiten, die solche Länder wie Nepal nicht haben, wie fliessend sauberes Wasser, kaum Luftverschmutzung, „kostenlose“ Gesundheitsversorgung,… die Liste liesse sich endlos weiter führen, wir bemerken sie nicht. Uns ist nicht bewusst, wie gut es uns geht. Trotz allem schimpfen und meckern alle und das ist so traurig.
Ich vermisse einfach diese ausgelassenen und fröhlichen Menschen, die einem mit ihrer tollen Art anstecken und nicht alles so schwer nehmen.

Es geht also weiter mit Reiseberichten! In Planung sind Kambodscha, Vietnam und Laos.

Während meiner Reise werde ich meinen Laptop nicht dabei haben und das Internet eher meiden, aber sobald ich Anfang August wieder zurück bin, habe ich bestimmt tolle Fotos und Geschichten im Gepäck.

Zum Abschluss kann ich nun sagen, dass ich leider dem Reisen und dem Flüchten aus Deutschland verfallen bin.
Dies heisst allerdings, dass es diesen Blog wohl noch eine Weile geben wird und ich hoffentlich noch einige Plätze sehen werde und mit euch teilen kann! =)