Samstag, 5. Juli 2014

WM schauen mal anders

Eigentlich bin ich ja kein Fußballfan und finde diesen plötzlich aufkommenden Hype alle zwei Jahre eher lächerlich. Bis meine liebe WG auf die großartige Idee kam ein Wette abzuschließen, wer am besten tippen könne. Da ich ein kleiner Mitläufer bin und das ganze um ein Kasten Bier geht, beschloss ich kurzer Hand mitzumachen. Dadurch ist man mehr oder weniger gezwungen die Spiele zu verfolgen und im Ausland ein deutsches Spiel zu sehen, ist doch eigentlich etwas nettes...
So machte ich mich also gestern auf die Socken, um eine geeignete Location zu finden, in dem das Viertelfinale gegen die Franzosen übertragen wurde.
Wieder fand ich mich in einem irischen Pub, indem eigentlich nur Engländer, Amerikaner und Australier saßen. Dazu noch alle Expats, also Menschen die ihren Lebensmittelpunkt nach Phnom Penh verlagert haben. Diese englischen Muttersprachler waren aber kurioser Weise alle für Frankreich. 
Nach dem Spiel gab es sogar Bier frei Haus, obwohl die falsche Mannschaft gewann und die Bar sich mittlerweile mit bis zu 30 Expats gefüllt hatte. Spaß hatte ich in jedem Falle und nach dem erfolgreichen Spiel ging ich zufrieden und vollgefüllt mit kambodschanischen Bier ins Bett. 

Heute lieh ich mir ein Motorrad, um die Stadt in aller Ruhe und ohne ständigem Handel mit Tuktukfahrern zu entdecken. 
An einem großen Markt in einer Querstraße parkte ich schließlich, um dann für ca. 45 Minuten mein abgestelltes Bike zu suchen... Denn alle Straßen waren sternförmig um diesen Markt gebaut und sahen für mich natürlich gleich aus. Aber zum Glück ging alles gut und ich kann sagen, dass ich wirklich gern länger in Phnom Penh bleiben würde. Sie ähnelt so sehr Kathmandu, oder erinnert mich zumindest daran, ist aber doch ganz anders. 
Auf jeden Fall fühle ich mich wohl, und ich mag dieses gegensätzliche, das man an jeder Ecke erkennen kann. 
Trotzdem werde ich meine Reise vortsetzen, mit dem Ziel, irgendwann noch einmal hier her zurückzukehren!

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