Zum Verständnis: Die Nepalesen sind der Meinung, dass diese großen Dinger erst ab 5000 Metern Berge (Mountains) heißen und alles darunter Hügel (Hills) sind.
Also haben wir in den Alpen wohl nur kleine Hügel und können uns nicht wirklich an Bergen erfreuen und schon gar nicht in Deutschland.
So, jetzt wisst ihrs Leute! Wenn ihr noch nicht in Asien wart, habt ihr keine Berge gesehen ;-) (Amerika und Afrika haben allerdings auch noch ein paar 5000er, damit wir uns richtig verstehen).
Nun also zu unserem Trip nach Poon Hill (3210 m).
Gestartet sind wir am ersten Tag in Nayapul.
Es war gar nicht so einfach bis dahin zu kommen. Um unsere Treckingerlaubnis zu erhalten, verbrachten wir schon fast einen halben Tag in der Permit-Stelle, aber irgendwann konnte es dann schließlich losgehen.
Da ich bestimmt einen 10-seitigen Reisebericht verfassen würde, würde ich euch alle Fotos zeigen, die mir gut gefallen und alle Einzelheiten niederschreiben, die ich für äußerst wichtig halte, habe ich beschlossen ein Video zusammenzubasteln und hoffe, dass es euch gefällt.
Hier nur ein paar Einzelheiten, die ich euch nicht vorenthalten möchte.
Gleich zu Anfang mussten wir einen wahnsinnig gefährlichen Wasserfall durchqueren. Die Wasserfluten hätten uns fast mit in den Abgrund gerissen, aber seht selbst:
Hier habe ich ein paar Fotos von Menschen gesammelt, denen wir auf dem Treck begegnet sind:
Ein paar Tiere haben wir ebenfalls gesehen:
Die Wege hoch waren oft sehr schmal und es kam nicht selten vor, dass uns ein paar dutzend Pferde oder Esel entgegenkamen. Diesen musste man dann schnellst möglich ausweichen, besten falls nicht stehend am Abhang, da die guten Tiere einen auch gern mal zur Seite drängten.
Große Bullen kreuzten unseren Weg ebenfalls, aber auch kleine Küken, Schafe, Ziege uvm.
Unter kamen wir in kleinen Guesthäusern an denen wir vorbeikamen. Je höher es ging, umso günstiger wurde die Unterkunft, aber desto teurer die Verpflegung.
Am häufigsten aßen wir Dal Bhat. Das ist ein Reisgericht mit einer Art Linsensuppe und dem saisonalen Gemüse, das manchmal eingelegt in Essig oder scharf zubereitet wird.
Dazu tranken wir Masala, einem leckeren Gewürz-Schwarztee.
Einige, denen wir begegneten, bestellten Pizza oder Lasagne und verzogen oft das Gesicht. Wundern braucht man sich darüber allerdings nicht. Ich würde mir noch nicht mal in Süditalien ein Eisbein bestellen und erwarten, dass es wie zu Hause schmeckt.
Auf dem ganzen Treck sind wir vielen Leuten begegnet, die eigentlich alle einen Guide oder Porter bei sich hatten. Guide bedeutet in diesem Falle, dass einem ein Nepalese begleitet, der den Weg gut einteilt, weiß wo es langgeht und die Unterkünfte in den Dörfern organisiert und reserviert. Ein Porter ist ein Nepalese, der einem den Rucksack oder das Gepäck trägt.
WIR haben es ohne Porter und ohne Guide geschafft und auf der ganzen Strecke einiges an Lob bekommen. Im Nachhinein können wir also mehr als stolz auf uns sein.
Hier seht ihr eine kleine Karte, die zeigt wo wir lang gewandert sind.
Der Höhepunkt war das morgendliche Wandern (um 4:30) auf den Poonhill. Von da aus konnten wir über das Himalaya-Gebirge schauen und den Sonnenaufgang beobachten.
Auch wenn wir mit leerem Magen dort hoch sind und es alles andere als warm war, hatten sich die Anstrengungen der letzten Tage mehr als gelohnt!
Wir hatten eine unfassbare Aussicht und standen über den Wolken und höher, als die Flugzeuge fliegen!
Hier ein paar Eindrücke:
Alles in allem war es ein anstrengender, aber mehr als lohnender Treck! Zwei Tage lang Treppen raufzusteigen (und nur rauf) geht wirklich in die Beine, aber wir haben es geschafft, ohne Guide und ohne Porter! =)
Hier noch ein paar Bilder von uns Mädels: