Mittwoch, 27. November 2013

81. Tag


Fast habe ich die Halbzeit erreicht. Kaum zu glauben... 17 Tage fehlen noch, dann habe ich die Hälfte meines Praktikums hinter mich gebracht. Allerdings bleibe ich ja ein wenig länger in Nepal, als mein Praktikum andauert. Puhhh, ich kann mir nämlich zur Zeit nicht vorstellen wieder nach Deutschland zurück zu kehren. Vor allem, wenn ich die Temperaturen sehe, die ihr da habt. (Auch wenn ich einiges und und einige vermisse.)

Jedoch muss ich klar stellen, dass hier der Winter langsam auch einkehrt.
Die Tage werden kürzer, tagsüber haben wir nur noch um die 15 Grad (aber meistens klaren Himmel und Sonnenschein) und nachts schlafe ich mit Mütze, Schal, Pulli, langen Hosen und dicken Socken.
Ja, richtig! Wir haben hier halt keine Heizungen. Wärmedämmung kennen die Nepalesen auch nicht und somit zieht der kalte Wind durch die Häuser und sobald die Sonne untergegangen ist, kühlt sich alles sehr schnell ab. Warme Duschen sind auch eher ein Glücksfall und somit schniefen wir mit unseren roten Nasen durch die Gegend - der verwöhnte Körper muss sich nun auch erstmal an die Umstände gewöhnen.

Aber alles halb so schlimm. Was mich nicht umbringt macht mich stärker! 

Nun hatte ich versprochen, euch im Bezug auf die Wahlen auf den Laufenden zu halten: Diese waren sehr ruhig. Außerhalb Kathmandus ging es da anscheinend anders zu, aber hier in Kathmandu war alles sehr friedlich.
Trotzdem hatten wir die Woche zuvor einen GIZ-Shuttleservice, der uns jeden Tag von zu Hause abholte und nach der Arbeit wieder absetzte. Und die drei Tage um den Wahltag herum arbeiteten wir von zu Hause aus.

Gegenüber unseres Hauses ist eine Schule in der gewählt worden durfte. Frauen und Männer müssen sich getrennt einreihen. Vor allem am Morgen warteten die Nepalesen bis zu über eine Stunde darauf wählen zu dürfen.

Der Vorteil war, dass keine Autos mehr auf den Straßen fuhren durften. Und auf einmal hatten wir die klarste und schönste Aussicht!
Die Luftverschmutzung hier in Kathmandu ist enorm. Der Smog bildet sich wie eine Glocke um das Kathmandu-Tal. Somit hat man meist keine klare Sicht auf das Himalaya-Gebirge. Es ist immer ein wenig vernebelt und man kann die Berge mit ihren weißen Spitzen nur erahnen. 

Der Ausblick mit Smog an einem Tag, der schon eine klare Sicht verspricht...

Während der Wahlen sahen wir alles, jeden kleinsten Gipfel und natürlich den Everest!
Also zumindest den Berg, der von dem Mount Everest steht. ;-)





Der Tag nach den Wahlen war wieder ein ganz normaler nepalesischer Tag in Kathmandu. Alle Autos, Busse, Motorräder, was auch immer, fuhren und ließen ihren Dreck in die Luft  ab. Schon am Morgen sah man die Spitzen der Berge kaum noch.

Aber warum ich diesen Post eigentlich anfing zu schreiben war, dass ich ein paar Gründe niederschreiben wollte, weshalb man Nepal einfach lieben muss.
Dies werde ich nun aber auf meinen Halbzeits-Tag verschieben, dies wird nämlich ein laaaaaanger Post werden, da es viele Gründe gibt! ;-)




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