Fortsetzung:
- Tag
Also wagten wir es und traten die Challenge an - natürlich anfangs ohne Storchenschuhe.
Und man glaubt es kaum, aber es machte Spaß. Es war natürlich merkwürdig zwischen nepalesischen Models, die uuuultraaa schlank sind, mit unseren Boots hin und her zu stolzieren, aber irgendwie war es auch lustig.
Leider war es nur so, dass uns unser neuer Coach sagte, dass wir nun ab sofort jeden Tag um 7:30 dort auftauchen müssten, denn es liege noch sehr viel Arbeit vor uns.
Alle Informationen, die wir bisher nur kleckerweise erhielten, überraschten uns schon sehr, aber es ging anscheinend noch schlimmer.
Dieses kleine Stehevent verwandelte sich auf einmal in einer riesen Fashion-Show mit Presse und vielen wichtigen Leuten.
Es war plötzlich nicht mehr nur von einem Kleid die rede, sondern von 2 und einem Sari und mehrfachen Wechseln des Schmucks.
Den ersten Tag beendeten wir mit einem Shopping. Steph und ich legten uns unsere ersten High Heels zu. Wir wurden sogar dafür beglückwünscht und uns wurde erzählt, dass das ein ganz besonderer Tag sei. Ja, ein besonders teuerer Tag an dem ich 20 Euro los wurde!
Seit ca. zwei Wochen war geplant, dass wir uns mit allen Praktikanten zum Kennenlernen-Treffen sehen und gemeinsam etwas unternehmen.
Leider tauchten mal wieder die üblichen Verdächtigen auf und die anderen ließen sich den Spaß entgehen. Wir entschieden uns nämlich in die Touristen-Hochburg Thamel zu fahren und dort feiern zu gehen.
Und genau an diesem Tag passierte es. Kathmandu, die Polizei oder wer auch immer hatte Erbarmen mit uns und ließ uns bis 1 Uhr feiern. Eigentlich ist aller, aller spätestens um 12 Uhr Schluss, aber an diesem Freitag sollte es ein bisschen länger gehen.
Demnach fiel ich ein wenig angetüdelt um halb 2 ins Bett. - Tag
Leider musste ich trotzdem am nächsten Tag um 6 Uhr aus dem Bett. Mit Schlafentzug und sicherlich ein wenig Alkohol im Blut stolzierte ich also das erste Mal auf diesen Dingern.
Ein Trost war es Steph zu sehen, denn ihr ging es anscheinend genauso wie mir - Geteiltes Leid ist ja bekanntlich halbes Leid.
Trotz allem überstanden wir diesen Tag und sahnten sogar Lob ein. Als ich nach Hause kam machte ich allerdings nichts anderes, als meinen ersehnten Schlaf nachzuholen. - Tag
Am dritten Tag fiel das Aufstehen mal wieder gar nicht leicht. Es war schließlich Sonntag und eigentlich mein zweiter freier Tag in der Woche, den ich geniessen sollte. Aber nein, um 6 Uhr klingelte mal wieder der Wecke und riss mich aus meinen Träumen. - Tag
Am Montag war ich dann völligst erschöpft. Nach dem Training sollte es direkt zur Arbeit gehen. Als ich dort ankam, ging nichts mehr. Ich bekam nichts mehr auf die Reihe und wollte einfach nur noch schlafen.
Ich hätte es wirklich niemals für möglich gehalten, aber son Catwalk-Training ist schei*** anstrengend.
Ich beneide die Mädels nicht, die so etwas tagtäglich tun. Dazu kommen ja noch die Plagen mit dem Gewicht und dem Körper. Damit schlage ich mich ja erst gar nicht rum, würde sich in so kurzer Zeit gar nicht lohnen.
Den 5. Tag ließ ich ausfallen - heute!
Ich brauchte einfach mal eine Pause und morgen kann es dann weitergehen.
Am Donnerstag ist also die große Show, ich werde auf jeden Fall berichten! Seid gespannt...
Fortsetzung folgt!

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