Montag, 9. Dezember 2013

9. Dezember


Fortsetzung:

...Während also unsere Kleider angefertigt wurden und ich nichtsahnend an meinem Schreibtisch im Büro saß, klingelte mein Telefon.
Steph war am anderen Ende der Leitung und erzählte mir, dass sie so eben einen Anruf bekommen hätte und wir in zwei Tagen zu einem „Laufsteg-Training“ sollten.
Laufsteg-Training? Bitte was?
Ich soll auf einen Podest und mich da zum Affen machen?
Na ja, dachte ich mir. Eventuell nennen die das auch nur so... Vielleicht sollen wir einfach nur wissen wann wir wo lang laufen. „Laufsteg“ ist total überbewertet. Die wollen sich doch sicherlich nur wichtig machen.
Schön wie naiv ich doch manchmal bin.
Am nächsten Tag erhielt ich nämlich wieder einen Anruf von einer nahezu aufgelösten Steph.
„Conny? Wir sollen morgen schon um 7:30 Uhr da antanzen... Das findet also vor der Arbeit statt. Aber weißt Du was noch viel schlimmer ist? - Pause -
Die Dame am Telefon hat es High Heels-Training genannt...“
High Heels!?!?!?!? Bitte was? Doch nicht etwa dieser Dinger, mit denen man sich die Beine brechen kann? Ganz vorsichtig fragte ich also nach, ob ich das jetzt wirklich richtig verstanden hätte.
„Ja! Als ich fragte, ob wir irgendetwas mitbringen sollten, meinte sie nur unsere High Heels. Dann sagte ich ihr, dass wir natürlich keine hätten. Conny? Ich hatte sone Dinger noch nie in meinem Leben an.!“
Genau das gleich dachte ich im selben Moment. Ich bin der größte Tolpatsch den ich kenne. Allein in den letzten drei Monaten hier in Nepal habe ich mich so oft verletzt.
Letztens bin ich erst in einen Metertiefen Straßengraben gefallen.
Wie soll denn das bitte auf diesen Knöchelkillern gut gehen?
Nagut, wir werden einfach morgen dahin gehen und denen sagen, dass das mit den High Heels eine mehr als schlechte Idee ist. Zumal wir eh schon drei Köpfe größer sind, als die Nepalesen und wahrscheinlich mit diesen Botten wie Außerirdische wirken...

Fortsetzung folgt!


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