So fühlt sich Weihnachten in Kathmandu an:
Überhaupt nicht weihnachtlich!
Ich war nun schon auf zwei Weihnachtsmärkten, habe Glühwein getrunken, wir haben Plätzchen gebacken und weihnachtlich gekocht.
Sogar Weihnachtssterne habe ich schon gebastelt.
Mit Eric war ich am Anfang des Monats auf Geschenkesuche.
Es hat alles nichts genutzt. Es ist und bleibt nicht weihnachtlich.
Wenn ich ehrlich bin fehlt mir auch nicht der Schnee oder die Kälte - ich glaube es fehlen mir die schrecklich schlecht gelaunten Deutschen! Die überfüllten Kaufhäuser und Straßen, die Hektik und das Grau in Grau. Eventuell sogar das Weihnachtschaos auf meiner alten Arbeit (im Einzelhandel).
Ich vermisse es in keinster Weise, nicht das ihr mich falsch versteht, aber DAS ist Weihnachten.
Schon traurig, wenn man darüber nachdenkt. Aber es ist (zumindest für mich) so. Jedes Jahr sitze ich mit meinen Eltern und meiner Oma an einem Tisch. Es ist gemütlich und nett, aber nicht anders als irgend ein gewöhnliches Wochenende. Deshalb bin ich auch wirklich nicht traurig, dass ich diesen Heilig Abend nicht zu Hause sein kann, denn ich weiß, dass ich das nachholen kann, wenn ich wieder in Berlin bin!
Es ist aber schon lustig wie sich hier alle Mühe geben, den Westlern Weihnachten nahe zu bringen - obwohl wir das vielleicht gar nicht wollen...
Letztens war ich zusammen mit Julia nach der Arbeit essen. Alle Kellner trugen Weihnachtsmützen und an ihrer Hose baumelte ein kleiner Weihnachtsmann. Diesen bekamen wir dann sogar als Geschenk mit nach Hause.
An einem anderen Abend entdeckten wir auf einer Terrasse eines Restaurants einen Tannenbaum. Davon musste ich gleich ein Foto schiessen!
Aber dennoch, auch wenn sich die Nepalesen noch so viel Mühe geben - dieses Jahr fällt Weihnachten irgendwie aus ;-)

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